Atmest Du RICHTIG? Es lohnt sich für Dich… und Deine Gefühle

Atmest Du?

Was für eine Frage – natürlich atmest Du:-).

Zumindest solange Du am Leben bist.

Atmen hilft beim Überleben.

Du atmest, solange Du am Leben bist – und dies meist UNBEWUSST.

Dein Atem und Deine Atemfrequenz werden von Deinem Unterbewusstsein gesteuert, und zwar immer genau so, wie es die momentane Situation erfordert.

Du atmest, in der Regel, immer im „Optimal-Modus“ für Dein Überleben.

Du brauchst nichts dafür zu tun – Dein Unterbewusstes übernimmt dies alles ganz automatisch für Dich.

Dafür kannst Du DANKBAR sein, denn dies ist nicht für alle Lebewesen selbstverständlich.

Erlaube mir einen Blick ins Tierreich – zu den Delfinen.

Während DU schläfst, atmest Du weiter. Dein Geist, Dein Bewusstsein, ruht – Dein Unbewusstes „atmet Dich weiter“. Du überlebst Deinen eigenen Schlaf.

Bei den Delfinen ist das anders:

Russische Forscher haben bereits in den 70er Jahren entdeckt, dass sich bei Delfinen die Hirnhälften mit dem Schlafen abwechseln.

NIEMALS schlafen beide Hirnhälften gleichzeitig.

Die Atemfrequenz reduziert der allgemeine Durchschnitts-Delfin dabei auf drei bis sieben Atemzüge pro Minute.

Im Wachzustand atmet so ein Flipper acht bis zwölf Mal innerhalb von 60 Sekunden.

UND JETZT WIRD ES SPANNEND:

Delfine atmen AKTIV und nicht unbewusst wie Du und ich. Ein Delfin oder eine Delfinin muss ans Atmen DENKEN.

Verstehst Du nun, warum ich meinem Unterbewusstsein sehr dankbar dafür bin, dass ich nicht auch noch an das Atmen zu denken brauche? Hey – an was soll ich denn noch alles denken:-)?

Ich halte fest: Du und ich – wir atmen allermeist, die meisten Menschen sogar ihr Leben lang, UNBEWUSST.

Das ist schade und ein unheimliches Verschenken von Potenzial.

Durch BEWUSSTES und RICHTIGES Atmen kannst Du Dir in vielen Situationen sehr viel Gutes tun.

Du kannst Dir z.B. eine akute Angst oder Wut „wegatmen“.

Du kannst mit Hilfe Deines Atems Deine Gefühle regulieren.

Klingt unglaublich? Ist aber so:-). Lies bitte weiter:

Das Ganze hat unter anderem etwas mit Deinem Vagusnerv zu tun.

Dem WAS?

Mit Deinem VAGUSNERV.

Der Vagusnerv gehört zu dem Teil Deines vegetativen Nervensystems, welches dafür da ist, Dich zur Ruhe zu bringen, Dich zu beruhigen.

Weiter ist der Vagusnerv ein sehr entscheidender Nerv, wenn es um die Entstehung Deiner Gefühle geht.

Und genau dieser Vagusnerv wird beim AUS-Atmen aktiviert.

Dabei drosselt er übrigens auch noch Deinen Herzschlag bei jedem Ausatmen.

Bei jedem EIN-Atmen steigt Deine Herzfrequenz, bei jedem AUS-Atmen sinkt Deine Herzfrequenz – das ist natürlich und völlig normal.

Ich gebe Dir eine altbewährte Atemübung, die Du überall und jederzeit durchführen kannst.

Mit dieser simplen Übung kannst Du Dich ganz effektiv in einen guten und sehr positiven Zustand „atmen“.

Es ist die 4-6-8-Methode:

  • Atme Durch Deine Nase ein und zähle dabei langsam auf 4.
  • Halte dann die Luft an und zähle bei gleichem Tempo weiter bis zur 6.
  • Nun atme durch Deinen Mund aus und zähle weiter bis zur 8.

Ein kompletter Atemzyklus, also Einatmen – Luft anhalten – Ausatmen, hat also immer die Dauer von 1 bis 8.

Wenn ich fühle, dass ich sehr unruhig bin und wieder zu meiner inneren Ruhe finden möchte, variiere ich diese Übung:

  • Ich zähle beim Einatmen bis zur 4.
  • Beim Luftanhalten zähle ich von 1 bis 6, ich beginne also wieder bei 1.
  • Beim Ausatmen zähle ich dann von 1 bis 8.

Ein Zyklus dauert somit insgesamt 18 Zähleinheiten.

Ich atme BEWUSST länger aus als ein. Mein Vagusnerv wird länger stimuliert, meine Herzfrequenz sinkt.

Fühle Dich bitte frei beim Experimentieren mit Deinem Atem.

Atme bewusst und achte darauf, wie Du dadurch Deine Gefühle aktiv beeinflussen kannst.

Spiele mit Deinem Atem. Das macht Spaß und Du wirst schnell erstaunliche Ergebnisse für Dich erzielen.

Atmende Grüße,

Dein Joe

Joe Bild 2

 

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