Ich liebe Dich… Es tut mir leid… Bitte hilf mir

„Ich liebe Dich.“

„Es tut mir leid.“

„Bitte hilf mir.“

Diese drei Sätze sind wohl, so habe ich vor Kurzem gelesen, die drei am schwierigsten auszusprechenden Sätze für die meisten von uns. Ist das so?

Ich glaube: JA. Ich habe mir meine Gedanken dazu gemacht:

„Ich liebe Dich.“ Die drei schönsten Worte, die man einem Menschen sagen kann, so sagt man. „Sagen“ kann – und – FÜHLEN kann? Ist dieser Satz vielleicht für viele Menschen so schwer auszusprechen, weil sie sich einfach nicht sicher sind, ob sie „Ich liebe Dich“ auch wirklich FÜHLEN? Wie steht es um die Selbstliebe? Bei Dir? Bei Deinen Familienangehörigen? Bei Deinen Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen…? Wie kritisch bist Du Dir selbst gegenüber? Nimmst Du Dich so an, wie Du bist? Ohne Wenn und Aber? Liebst Du Dich mit ALLEM, was zu Dir gehört und was Dich als einmaligen Menschen ausmacht? Wenn „NEIN“, dann glaube ich, kannst Du „Ich liebe Dich“ nicht einfach aussprechen. Wenn Du Dich selbst nicht liebst, bedingungslos liebst, kann Dein Herz und Deine Seele auch einen anderen Menschen nicht bedingungslos lieben. Und dann fällt es Dir schwer, „Ich liebe Dich“ zu sagen. Es spricht dann nicht Deine Seele und Du verspürst unbewusst eine Ambivalenz zwischen dem Gesagten und dem Gefühlten. Ist das wirklich so, wie ich es hier schreibe? Ich weiß es nicht, es sind nur meine Gedanken dazu:-). Vielleicht denkst und fühlst Du einmal selber darüber nach.

„Es tut mir leid.“ Ach ja – wie gerne sind wir doch immer alle im RECHT. Wie oft ist Deinem Nachbarn das „Recht haben“ wertvoller und wichtiger als „glücklich zu sein“? Wie gut und was für ein Segen ist es doch für die Menschheit, dass es Rechtanwälte gibt. Die KÄMPFEN für Dein Recht. „Es tut mir leid.“ „Es tut mir leid.“ „Es tut mir leid.“ Du kannst ja diesen Satz einmal ganz heimlich und ohne, dass es jemand mitbekommt, in Deinem Badezimmer vor dem Spiegel lernen. Ich bin ein Mensch – ich mache Fehler – ich bemerke und fühle, wie ich dadurch jemanden verletze – ich spüre in meiner Seele dessen Schmerz, Wut, Enttäuschung, Trauer… – und es steht in meiner Macht, es wieder in Liebe umzuwandeln: „ES TUT MIR LEID.“ Ehrlich und aufrichtig, liebevoll und wertschätzend, dann kommt die Botschaft an und sorgt für Entspannung. Ist das wirklich so, wie ich es hier schreibe? Ich weiß es nicht, es sind nur meine Gedanken dazu:-). Vielleicht denkst und fühlst Du einmal selber darüber nach.

„Bitte hilf mir.“  Ja, ich glaube, das ist von allen am schwersten auszusprechenden Sätzen der am allerschwersten auszusprechende Satz. Um Hilfe zu bitten geht einher mit der gefühlten Selbstoffenbarung von Schwäche, Bedürftigkeit, Hilflosigkeit. Und das widerspricht all den Glaubenssätzen, die die meisten von uns seit frühester Kindheit tief in sich verankert haben:

  • Du musst hart sein, um es zu etwas zu bringen
  • Zeige niemals Deine Schwächen, sonst bist Du angreifbar
  • Ein Indianer kennt keinen Schmerz (ich bin kein Indianer, und ich bin sicher, dass Winnetou nicht schmerzbefreit war)
  • Ein Mann weint nicht (wie ungesund ist das denn…)
  • Sei kein Weichei

…u.s.w., Du weißt, was ich meine. So sind wir erzogen worden, diese tiefsitzenden Überzeugungen beherrschen uns zu einem großen Teil.

Und so muss die Welt und musst Du FUNKTIONIEREN, das glaubst Du mit festester Überzeugung. Um Hilfe zu bitten passt da nicht hinein. Das ist nicht vorgesehen in Deinen „Programmen“. Ist das wirklich so, wie ich es hier schreibe? Ich weiß es nicht, es sind nur meine Gedanken dazu:-). Vielleicht denkst und fühlst Du einmal selber darüber nach.

Ich wünsche Dir noch alles Liebe,

Dein Joe

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