„Motivation durch meine Gedanken“ / ein Gastbeitrag meiner lieben Frau Carola, vielen Dank dafür…

Wie machst Du es, Dich selbst zu motivieren? Oder wirst Du motiviert?

Um es vorweg zu nehmen: Du bist selbst für Deine Motivation zuständig – das macht niemand für Dich!

Jeder Mensch hat außer der primären Abdeckung seiner Grundbedürfnisse wie beispielsweise die Nahrungsaufnahme immer sehr individuelle innere Motive etwas zu tun oder eben nicht zu tun. Daher kommt das heute sehr gebräuchliche und häufig verwendete Wort „Motivation“ – das ist nämlich der Prozess auf dem Weg seinen eigenen Motiv-Ziel-Zustand zu erreichen – immer aus mindestens einem der 3 Hauptmotiv-Bereiche „Bindung“, „Leistung“ oder „Macht“. Ganz wichtig ist hierbei erstens, dass jeder Mensch Anteile von allen Motiven in sich trägt und nur die Gewichtung unterschiedlich ist und zweitens, dass alle 3 Motive völlig neutral sind – keines davon ist besser oder schlechter als die anderen beiden.

• Das Motiv „Bindung“ beinhaltet den Aufbau, die Pflege und die Wiederherstellung von Bezogenheit, Nähe, persönliche Begegnung und freundschaftliche bis liebende Beziehungen zu anderen Menschen.

• Das Motiv „Leistung“ drückt das dauerhafte Bestreben aus, sich mit Qualität auseinanderzusetzen und die eigene Leistung stetig zu erhöhen und Ergebnisse abzuliefern.

• Die Motivation „Macht“ beinhaltet das anhaltende Bestreben, Einfluss auf Menschen und Dinge auszuüben und damit zu lenken. Das Motiv „Macht“ ist völlig neutral, lediglich die ethische Wertung der Inhalte kann dann wiederum diskutiert werden – nicht das Motiv an sich.

Motivation kann langfristig nie von Außenanreizen kommen. Da kann das „Preisgeld“ noch so hoch sein, wenn die innere Flamme nicht ohne dieses externe System brennt, wird sie wie bei einem qualitativ schlechten Streichholz nur kurz den Schwefel verbrennen und das Holz bleibt kalt.

Streichholz

 

 

Ich werde immer wieder einmal gefragt, wie ich denn mein ganzes Pensum so schaffe und ob ich nicht tierisch im Stress bin. Ich finde mein „Pensum“ nicht groß – es fühlt sich an, wie wenn mir jeden Tag 42 Stunden zur Verfügung stehen, die ich mit Dingen füllen darf, die mir Spaß machen und mich erfüllen. Und das ist auch schon mein ganz persönlicher Schlüssel zu meiner Motivation. Das Denken, wie ich Dinge angehe, ist für mich immer wieder ausschlaggebend dafür, ob ich es tue, wie ich es tue und mit welchem Ergebnis ich es tue.

Ganz aus der Praxis ein kleines Beispiel, das ich tatsächlich sehr häufig erleben darf und ich dann beim „In-mich-reinfühlen“ oft selbst verwundert bin, was ich mit meinen Gedanken bewegen kann: Seit knapp zwei Jahren trainiere ich endlich wieder mehr oder weniger regelmäßig 2 bis 3 Mal pro Woche – am liebsten Boxen – und das tut mir gut. Und zugegeben, gerade wenn ich bereits zu Hause bin, für die Familie Abendessen gekocht habe, gemütlich mit oder ohne die Kinder lese oder mit ihnen spiele, fällt es mir hin und wieder doch mal nicht ganz so leicht, mich auf 20 Uhr nochmals zum Training aufzuraffen. Wenn ich nun an das leidige Seilspringen oder den mürben Box-Sack denke, klebt mich das ziemlich gut in den Stuhl. Fühle ich mich allerdings in die paar guten Schläge bei der Pratzen-Arbeit oder beim Sparring ein und rieche mich tatsächlich in Gedanken hinein, dann ist die Vorfreude auf dieses Gefühl so stark, dass ich nichts anderes dazu brauche, um direkt und freudig los zu düsen. Mir genügt nicht das „gut fühlen“ danach, sondern das viel stärkere Gefühl im richtigen Moment, auf den Punkt bzw. Schlag – in dem Moment fühle ich, dass ich wirken kann. Ein einzelner, sehr gut ausgeführter Schlag, meist meine rechte Gerade oder mein rechter Haken, ist es jederzeit Wert, es wieder und wieder fühlen zu wollen!

Meine Gedanken erschaffen meine Motivation auf Basis meiner Motive – so einfach wie wirksam ist es tatsächlich!

 

 

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Zur Gast-Autorin: Carola Orszulik aus Esslingen in Baden-Württemberg/Süddeutschland ist Expertin für Prozessmanagement zur Strategieumsetzung im Mittelstand und in Kombination mit ihrer langjährigen Erfahrung als Unternehmerin, Sportlerin, Mutter meiner Kinder und geliebte Ehefrau für mich jederzeit eine gute Ansprechpartnerin bei allen Themen rund um intrinsische Motivation und Unternehmensführung – blog.carola-orszulik.de

Liebe Carola, vielen Dank für Deinen Beitrag.

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