Wie Du Dein inneres Kind tröstest…

Ich schreibe einen Brief an mein inneres Kind, da ich fühle: es ist heute traurig und voller Angst.

Gedanken tragen mich weg von hier, meine Gedanken kreisen um Geschehenes. Mein Herz wird schwer in meiner Brust. Ich suche nach der Ursache und finde sie bei Dir. 

Verliere nie den Gedanken an Dich selbst, bewältige das Unangenehme aus Deiner Vergangenheit, lass Dein Herz und Deine Gedanken frei werden, denn nur so kannst Du Liebe genießen ohne Angst. Angst lässt Dich nicht erkennen, wenn Dein Herz sich öffnet und Du siehst es nicht, weil ein Schleier Deiner nicht geweinten Tränen es verhindert.

Ich sehe Deine von Tränen getrübten Augen und ein mächtiges Gefühl überkommt mich. Ich möchte Dich einfach nur in meine Arme nehmen und Dir sagen: „Keine Angst, ich bin doch bei Dir.“

Ich möchte Dir so gerne von meiner Kraft geben, damit in Deiner Brust endlich ein zufriedenes Herz schlagen kann, damit Deine Augen vor Glück glänzen können und Deine Hände fühlen können ohne Angst, was nachher ist. Glaube an Dich und Deine innere Kraft, zerstöre Dir Deinen eigenen Traum nicht durch Deine Angst.

Ich verspreche Dir,  für Dich da zu sein, wenn Du mich brauchst. Du kannst mit mir weinen und Du kannst mit mir lachen. Öffne Dein Herz, lass das Schöne in Dich eindringen.

Dein starker und liebevoller Erwachsener,

Dein Joe

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Wie Du lernst, (wieder) den Moment zu genießen und Dich ehrlich zu freuen…

Werner hat mit seinen 42 Jahren alles erreicht.

Werner führt ein perfektes Leben.

Werner ist kerngesund.

Werner ist Vorstand einer Volksbank und hat finanziell keine Sorgen.

Werner hat eine Frau und zwei Kinder.

Werner hat für seine Familie ein tolles Haus gebaut, mit großem Garten inklusive einem Swimmingpool.

Werner geht im Winter mit seiner Familie zum Skifahren, im Sommer fliegen sie gemeinsam ans Meer.

Werner führt ein perfektes Leben.

Wozu hat Werner mich um ein Gespräch gebeten und sitzt nun bei mir?

Werner erzählt mir, dass er wirklich alles hat, was sich ein Mensch nur so wünschen kann.

Da ist nur eine Sache, die ihm fehlt:

Werner kann sich über nichts mehr freuen.

Werner kann nicht mehr lachen.

Werner fühlt sich innerlich wie bereits gestorben.

Er ist traurig – sehr traurig.

Er kann sich das nicht erklären. Er hat alles – und doch hat er irgendwie nichts.

Werner fühlt sich leer. Er weiß nicht, was ihm fehlt, um sich freuen zu können.

Er ist unglücklich und sieht keinen Grund dafür.

Werner hat Tränen in den  Augen.

Er versteht sich selbst nicht und er ist verzweifelt.

Ich weiß genau, wie es Werner geht. Ich kenne diesen Zustand sehr gut.

Viel zu lange in meinem Leben habe auch ich ohne dieses tiefe, letztendliche Glücks-Gefühl gelebt, welches Werner fehlt.

Kein noch so großer Erfolg und keine noch so tolle Beziehung kann Dich auf Dauer glücklich machen.

Dieses tiefe Glück kannst Du nur und ausschließlich in Dir selbst finden.

Das Glück ist in DIR, niemals im Außen.

Wozu bist Du auf dieser Welt? Was ist Dein Sinn?

Werner konnte mir diese Frage nicht beantworten, was ich erwartet habe.

Der Sinn des Lebens ist leben.

Ja, o.k., das klingt jetzt wie so ein abgedroschener Kalenderspruch.

Und ich denke den Gedanken weiter.

Wann findet denn mein Leben statt?

Immer und ausschließlich nur im JETZIGEN Moment.

JETZT – und schon wieder vorbei.

JETZT – und schon wieder vorbei.

JETZT – und schon wieder vorbei.

„JETZT“ ist jetzt schon wieder Vergangenheit.

Der einzig wirklich reale und wahre Moment ist immer nur „JETZT“, nur dieser Augenblick.

Ich habe eine Idee für Dich zum Nachdenken:

Deine Vergangenheit ist jetzt nicht mehr real.

Deine Zukunft ist jetzt nicht real.

Deine Vergangenheit und Deine Zukunft sind überhaupt nur für Dich existent weil Du DENKST.

Stelle Dir vor, Du würdest NICHTS denken – dann gäbe es auch für Dich keine Vergangenheit und keine Zukunft.

Wie glücklich und wie frei wäre Dein Leben ohne die ständige Sorge um Deine Zukunft?

Du sorgst Dich, weil Du DENKST.

Du sorgst Dich, weil Du an Deine Zukunft denkst.

Und noch mal: Deine Zukunft lebt NUR IN DEINEN GEDANKEN.

Schau Dir ein Kind mit zwei Jahren an: es sorgt sich nicht – niemals.

Dieses Kind kennt noch keine Vergangenheit und keine Zukunft.

Dieses Kind lebt im „JETZT“, ist ganz präsent. Das ist LEBEN.

Dieses Kind warst einmal Du.

So, und jetzt? Sollst Du aufhören zu denken?

Nein:-), könntest Du auch gar nicht – zumindest nicht auf Dauer.

Was Du machen kannst, um immer mehr wieder den MOMENT genießen zu können, wahrnehmen zu können, was JETZT ist, ist, Deine ACHTSAMKEIT und Dein BEWUSSTSEIN zu trainieren.

Du kannst lernen, Dein Gedankenkarussell auch mal anzuhalten, langsamer drehen zu lassen.

Damit kannst Du gleich jetzt beginnen. Ich gebe Dir eine ganz einfache Übung, die Du fast überall und immer machen kannst.

Es ist ganz leicht: suche Dir einen Punkt aus, den Du anstarren kannst.

Fixiere diesen Punkt mit Deinen Augen und starre ihn einfach nur an. Das ist alles.

Was fällt Dir auf?

Genau, Dein Denken schläft für eine Zeit lang ein.

Und wenn es vielleicht auch nur ein ganz kurzer Augenblick ist: für diesen Augenblick bist Du PRÄSENT, bist Du im JETZT.

Wenn Du Dich mit Deinem Blick auf einen ruhigen Punkt fixierst, kommt Dein Denken zur Ruhe.

Und das kannst Du überall machen. In der Warteschlange an der Supermarktkasse, im Büro, im Stau, in der Bahn… einen Punkt zum Starren findest Du immer und überall:-).

Ach so – da war ja noch der Werner.

Werner hat unter anderem Achtsamkeits-Übungen und Meditation in sein tägliches Leben eingebaut.

Werner ist auf einem sehr guten Weg.

Es gibt inzwischen in Werners Leben immer mehr Momente, in denen er schon fast so richtig herzhaft lachen muss.

Werner genießt diese Momente sehr. Werner genießt sein Leben immer mehr.

Ich wünsche Dir eine grandiose Woche,

starrende Grüße,

Dein Joe

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Eugen hat keine Angst mehr

Ich möchte Dir von einem meiner letzten Kunden erzählen:

Ich nenne ihn Eugen. Eugen ist 39 Jahre jung und lebt, so lange er sich zurückerinnern kann, mit einer für sein Leben sehr einschränkenden Höhenangst.

Nun ist es für einen Menschen, der so eine Angst nicht kennt, unvorstellbar, was das für Eugen bedeutet.

Eugen kann bereits im zweiten Stock eines Hauses NICHT ans Fenster treten und heraussehen. Auf einen Balkon zu gehen ist für ihn undenkbar. Schweißausbrüche, Herzrasen, die Angst um sein Leben und das Gefühl, nicht mehr atmen zu können, sind die Symptome, die sofort auftreten.

Eugen kann über keine Brücke gehen. Mit dem Auto kann er über keine Brücke fahren. Er nimmt seit Jahren große Umwege in Kauf bzw. er verzichtet komplett auf manche Autofahrten.

Ans Fliegen in den Urlaub mit seiner Familie ist nicht zu denken.

Natürlich ist das für Eugen auch im Arbeitsalltag nicht immer leicht zu umgehen. Das heißt, Eugen ist umheimlich kreativ, um (leider durch viele Schwindeleien) alles zu „umschiffen“, was ihn seiner Höhenangst aussetzt.

Kannst Du Dir vorstellen, wie schwer das für ihn seit Jahren ist? Eugen leidet extrem unter seiner Höhenangst. Er schämt sich und, wenn möglich, verheimlicht er seine Angst.

Kannst Du nachempfinden, wie Eugen sich fühlt und wie es ihm damit geht?

Weshalb kam Eugen nicht schon viel früher auf die Idee, sich helfen zu lassen? Weil er überhaupt nicht in Erwägung gezogen hat, dass er diese Angst loswerden kann.

Einer seiner Freunde gab ihm dann den Tipp, sich doch mal bei mir zu melden.

Nach einem längeren Telefonat haben wir einen gemeinsamen Termin gefunden und Eugen hat am vereinbarten Tag die Anfahrt von ca. 200 km angetreten um voller Neugier, Vorfreude, Anspannung und Nervosität zu mir zu kommen. Und er hatte noch etwas sehr wichtiges im Gepäck:

GANZ VIEL ZUVERSICHT UND HOFFNUNG.

Wir haben den ganzen Vormittag miteinander „gearbeitet“ inkl. zweier Hypnose-Sessions. Danach sind wir auf den Stuttgarter Fernsehturm gefahren und Eugen hatte Tränen der Freude und der Erleichterung in den Augen.

Er hat sich noch nicht ganz wohl gefühlt, die Angst war jedoch für ihn nicht mehr spürbar. Seine Angst ist einer nur noch sehr leichten Anspannung gewichen. Er konnte die Aussicht sogar fast schon ein wenig genießen:-). Er meinte, dieser Vormittag hat ihm einen großen Teil „Leben“ zurückgeschenkt. Ich antwortete ihm: „Das will ich wohl auch meinen:-).“

Mein Honorar hat Eugen übrigens unheimlich gerne investiert. Es war ihm jeden Cent wert.

Und was macht so ein Vormittag mit mir?

Er macht mich glücklich und zufrieden. Einem Menschen so stark helfen zu können, ist einfach unglaublich. „Unglaublich“? Ja, für manche Menschen mag so eine Geschichte „unglaublich“ klingen. Viele glauben nicht an solche „Wunder“. Und es ist kein Wunder.

Dahinter steckt eine ganz logische Herangehensweise. Dahinter steckt das Wissen darüber, wie ein Mensch sich Ängste macht und wo diese Ängste ihren Ursprung haben: im Unterbewusstsein.

Seine Angst war ein von ihm gelerntes Verhalten. Mit Hilfe der Hypnose konnte er dieses Verhalten ändern und somit seine jahrelangen Einschränkungen endlich hinter sich lassen.

Gibt es vielleicht auch in Deinem Leben etwas, das Du so nicht mehr bei Dir haben möchtest (und ich meine hier nicht Deinen Ehepartner, das ist eine andere Geschichte:-))?

Willst Du vielleicht sogar selber die Technik der Hypnose erlernen, damit auch Du Menschen helfen kannst, positive Veränderungen in ihrem Leben herbeizuführen?

Wenn „JA“, melde Dich bei mir. Ich freue mich auf Dich.

Ich wünsche Dir noch eine tolle Woche,

beste Grüße,

Dein Joe

www.joe-orszulik.de

Auge NEU

Wenn ich das mache, was Du sagst…

Mutter und Tochter (nennen wir sie frei erfunden „Karina“) sitzen in meinem Büro. Die Mutter rief mich drei Tage zuvor an und bat um meine Hilfe. Karina (16 Jahre jung) würde „den Aufstand proben“, will die Schule „hinschmeißen“ und Sängerin werden.

Seit zwanzig Minuten redet Karinas Mutter ohne Pause auf mich und ihre Tochter ein. Karina und ich haben außer unseren Worten zur Begrüßung noch nichts gesagt.

Ich beobachte Karina. Sie sinkt auf ihrem Stuhl immer weiter in sich zusammen. Sie starrt niedergeschlagen auf den Boden. Ich spüre ihren Kummer, ihre Niedergeschlagenheit.

Ihre Augen sind glasig – Betrübtheit – Seelenschmerz.

Nur noch Wort- und Satzfetzen kommen aus dem Munde der Mutter bei mir an:

„…das Beste für Dich…“ – „…sicherer Job…“ – „…Studium…“ – „…übernimmst später die Kanzlei Deines Vaters…“ – „…Rente…“ – „…Sicherheit…“ – „…mach uns keine Schande!“ – STOP!!!

„…mach uns keine Schande!“ – dieser Satz ist der letzte Satz, den ich zulasse. Ich unterbreche forsch die Mutter an dieser Stelle. Ich lasse keinen Zweifel daran, dass sie jetzt mehr als genug gesagt hat. Sie schweigt und schaut mich irritiert an.

Ich frage mich, was sie nun von mir erwartet? Dass ich Karina „zur Vernunft“ bringe?

Einen laaaaaangen Moment herrscht absolutes Schweigen.

Ich strecke Karina meine Hand entgegen. Sie ergreift meine Hand und ich spüre ihr Zittern. Ich schaue in ihre Augen und sage:

„Fasse alles, was Du jetzt fühlst, in einem kurzen Satz oder einer kurzen Frage zusammen. Was Du FÜHLST, nicht, was Du denkst. Schließe Deine Augen und FÜHLE, und dann lasse genau diese Gefühle sprechen.“

Stille – Tränen beginnen Karina über die Wangen zu laufen – Stille.

Karina öffnet die Augen, schaut ihre Mutter an – und spricht nur einen einzigen Satz:

„Wenn ich das mache, was Du sagst, werde ich dann auch so unglücklich wie Du es bist?“

Die Zeit scheint einen Augenblick lang still zu stehen. Wenige Sekunden werden zu einer Ewigkeit.

Stille – und nun beginnen auch aus den Augen der Mutter die Tränen ungehemmt zu fließen.

Ich weiß: sie hat verstanden.

Ich freue mich sehr auf das erste große Konzert von Karina.

Die Vergangenheit holt ein…

Die Vergangenheit holt ein…

Ich sitze hier und fühle…

Tränen laufen über meine Wangen. Ich kann Geschehenes nicht ungeschehen machen.

Ich habe verletzt und ich wurde verletzt. Ich bereue und ich verzeihe. Ich suche nach Erklärungen und finde sie.

Ich habe Angst.

In manchen Momenten bin ich Kind – dann habe ich Angst.

Liebe verletzt nicht, Liebe beschützt. Heute liebe ich bedingungslos, das macht mich verletzlich.

Immer mehr Tränen laufen über mein Gesicht.

Mein Herz liebt bedingungslos, darum möchte ich in meiner Verletzlichkeit bleiben. Niemals mehr möchte mein Herz aufhören, bedingungslos lieben zu können.

Mein inneres, verwundbares Kind kennt bedingungslose Liebe nicht. Hör zu mein Kind: „Die bedingungslose Liebe eines erwachsenen Mannes behütet und beschützt auch Dich. Vertraue mir.

Und ich weine.

Liebe verletzt nicht, Liebe beschützt. Ich werde nie wieder verletzen.

Ich liebe.

Heute bin ich ein Mann, ein Krieger und ein Held. Ich behüte und beschütze.

Ich liebe.

Die Vergangenheit holt ein… und dann bin ich ein Mann, ein Krieger und ein Held mit vielen Tränen.

Ein Mann, der behütet und beschützt, wen er liebt.

Ein Krieger, der erfolgreich darum gekämpft hat, dass sein Herz sich öffnet.

Ein Held, der heute weinen kann, der heute lachen kann und der heute wahrhaftig lieben kann.

Ich bin stark und verletzlich zugleich.

Die Vergangenheit holt ein… und dann? Ich drehe mich um und schaue ihr ins Gesicht. Und sie verliert ihren Schrecken.

Ich finde zurück in meine Männlichkeit.

Ich weine – ich bin müde – ich schlafe ein.